Die Fichte

Die (gemeine) Fichten sind eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse. Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die gemeine Fichte, die wegen ihrer schuppigen, rotbraunen Rinde fälschlich auch als „Rottanne“ bezeichnet wird.

Fichten sind immergrüne Bäume. Sie erreichen in der Regel Wuchshöhen von etwa 40 bis 60 Meter, in Ausnahmefällen auch bis zu 80 Meter. Somit ist die Fichte neben der Weißtanne der in Europa höchste einheimische Baum. Die Krone ist kegelförmig bis zylindrisch. Der Stammdurchmesser beträgt bis zu 1 Meter, im Extremfall bis 2,5 Meter. Ein strauchförmiger Wuchs kommt nur unter besonderen Standortsbedingungen oder bei Mutanten vor. Zudem hat sich die gemeine Fichte in Europa den unterschiedlichen Standort- und Klimabedingungen angepasst, so dass sie sich in Bezug auf die Nadeln und Art der Verästelung unterscheiden.

Die feinschuppige Rinde ist je nach Höhenlage rötlich-braun bis grau. Fichtenborke bröckelt in unregelmäßigen Schuppen ab.

Es stehen ausschließlich an Langtrieben die stechend-spitzen Fichtennadeln. Durchschnittlich werden diese 4 bis 7 Jahre alt, sind ca. 2 cm lang und kaum breiter als einen Millimeter. Die Nadeln verteilen sich um den Zweig, lassen aber einen schmalen Streifen an der Zweigunterseite aus.

Die gemeine Fichte blüht in der Regel nur alle 3-4 Jahre. Dabei gehen die weiblichen Blüten in Zapfen über, in dem das Fruchtblatt langsam verholzt. Innerhalb eines Jahres erlangt dann der Zapfen samenreife. Die Zapfen hängen in dieser Zeit an den Ästen. Die Zapfen weisen eine Länge von 10 bis 15 Zentimeter und eine Breite von 3 bis 4 auf. Sie werden komplett abgeworfen.

Die Tanne

Auch die (Weiß-)Tanne gehört zur Pflanzengattung der Kieferngewächse. Es werden ca. 40 verschiedene Gattungen von Tannen unterschieden.

Die in Europa heimische Weißtanne erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 70 Meter (gilt als größter Baum Europas) und dabei einen Stammdurchmesser von bis zu 3 Meter. Wie auch die Fichte ist die Tanne das ganze Jahr über grün. Im Gegensatz zur Fichte sind aber alle Tannenarten tiefwurzelnde Bäume und somit resistenter gegen Stürme.

Tannennadeln sind flacher und biegsamer als die der Fichte. Unterscheiden lassen sie sich auch durch die beiden weißen Streifen an der Nadelunterseite, die häufig die Tannennadeln zieren. Sie werden im Schnitt 8 bis 11 Jahre alt. Dabei werden sie höchstens 3 cm lang.

Die Zapfen der Tannen stehen auf den Zweigen. sie werden auch nicht wie bei der Fichte im Ganzen abgeworfen. Die Samen werden vom Wind abgetragen, wobei der Spindel (Achse) stehen bleibt. Tannenzapfen können also nicht aufgesammelt werden. In der Größe und Form unterscheiden sie sich aber unwesentlich von den Fichtenzapfen.

Die Borke der jungen Tanne ist gräulich glatt. Im Alter wird dies aber zunehmend rissig oder gefledert.